Am letzen Sonntag stand der Eifelklassiker Rund um Düren für unsere Renner auf dem Programm. Das bergige Streckenprofil, welches vier schwere und selektive Anstiege beinhaltet, war nichts für die Sprinterstars der Szene. Hier konnten die Bergfahrer und Allrounder ihr Heil in der Flucht suchen und ihre Qualitäten unter Beweis stellen.
Bei kühlen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein zur Morgenstunde standen für die Komet Delia Björn Stell, Dominik Nau und Andre Schmitz am Start, um die anspruchsvolle 103 Kilometer lange Strecke unter die Räder zu nehmen.
Ein Rennbericht von Andre.
Pünktlich um 8:40 Uhr nahm das 200 Mann starke Fahrerfeld der C-Klasse die Fahrt auf. Die ersten Kilometer bis außerhalb der Stadtgrenzen von Düren wurden wie gewohnt neutralisiert gefahren. Das ungewöhnlich ruhige Tempo nutzten die meisten Fahrer um sich bei den kühlen Temperaturen entsprechend warm zu fahren bevor das Rennen ab Ortsausgang Gey eröffnet wurde.
Von Beginn an gab es die ein oder andere Attacke aus dem Hauptfeld heraus. Jedoch wurden die Ausreißer stets nach kurzer Zeit vom Feld wieder gestellt. Björn, Dominik und Andre positionierten sich immer im vorderen Teil des Feldes, um bei Tempoverschärfungen problemlos reagieren zu können und hatten so einen guten Überblick über das Renngeschehen.
Auf den ersten 20 Kilometern, auf denen es mehrere Wellen zu überfahren gab, wurde schnell gefahren, wodurch viele Fahrer am Ende des Feldes schon erste Schwierigkeiten bekamen. Dies führte dazu, dass sich das Feld noch vor dem ersten steilen Anstieg nach Rollesbroich leicht dezimierte. Unsere Kometen konnten sich bis hierhin gut in vorderen Positionen halten.



Nachdem die ersten Wellen geschafft waren, ging es nun auf eine anspruchsvolle Abfahrt, auf der problemlos Geschwindigkeiten von 80 Km/h und mehr erreicht wurden. Unmittelbar danach begann der erste Anstieg des Tages rauf nach Rollesbroich, an dem sich das Feld stark dezimieren sollte.
Bereits hier zeigte Andre seine gute Form. Er hielt sich an vorderster Position des Feldes und konnte sich mit einer kleinen ca. 15 Mann starken Spitzengruppe leicht vom Hauptfeld absetzen. Leider wurde die Gruppe nach wenigen Kilometern wieder vom Feld geschluckt. Nun wurden die Karten neu gemischt und es ging mit stetigem Gefälle an Schmidt vorbei in Richtung des zweiten Anstiegs nach Bergstein.
Auf der Abfahrt kurz vor dem Anstieg konnte sich erneut eine Gruppe absetzten. Sie konnte jedoch vom Feld, angeführt von Andre, der ungewohnte Tempohärte bewies, gestellt werden. Nun ging es mit Geschwindigkeitsüberschuss in den Anstieg nach Bergstein hinauf. Hier wurde das Tempo vom starken Team des SC Wiedenbrück verschärft, was zu einer erneuten Verkleinerung des Feldes führte. Es bildete sich eine 16 köpfige Spitzengruppe um den späteren Sieger Fritz Koch aus Wiedenbrück. Andre konnte das hohe Tempo am Berg mitgehen und war erneut in der Spitzengruppe vertreten. Die Gruppe arbeitete gut zusammen und konnte schnell einen Vorsprung von 3 Minuten auf das übriggebliebene Hauptfeld, in dem sich Björn und Dominik befanden, herausfahren.
Nachdem Bergstein das erste Mal überwunden war und ein paar flachere Abschnitte Zeit für die wichtige Nahrungsaufnahme boten, ging es nun erneut zum gefürchteten Anstieg nach Rollesbroich. Andre versuchte sich auf der Abfahrt kurz vor dem Anstieg vom Feld abzusetzen und ging als erster in den Anstieg mit kleinem Vorsprung auf die Spitzengruppe.
Jedoch konnte die Gruppe problemlos kontern und so verpuffte Andres Attacke auf der Rampe hoch nach Rollesbroich. Das Team aus Wiedenbrück forcierte erneut die Geschwindigkeit am Berg und nun hatte Andre Mühe und Not zu folgen, aber er ließ sich nicht abhängen.
Auf den nachfolgenden flachen Teilstücken wurde nun ordentlich Tempo gemacht und immer wieder gab es Vorstöße der Wiedenbrücker, aber die Gruppe blieb zusammen und es wurde vorbildlich gekreiselt. So konnte man den Vorsprung auf das Hauptfeld, der sich zwischenzeitlich reduzierte hatte, wieder ausbauen.
Nun ging es zum finalen Anstieg wieder Richtung Bergstein. Das Team der hoch motivierten Wiedenbrücker Equipe beschleunigte erneut am Berg und es wurde wieder einmal Bergstein auf allen Zylindern hochgeknallt. In der Spitzengruppe, die mittlerweile auf 13 Mann geschrumpft war, belauerte man sich nun gegenseitig und alle achteten auf eventuelle Attacken.



Fritz Koch fand trotzdem einen günstigen Moment und auch mit Hilfe seiner Teamkameraden konnte er der Spitzengruppe als Solist entwischen. Er fuhr schnell 40 Sekunden auf die verbliebenen 12 Mann heraus. Die Gruppe hatte dem nichts entgegenzusetzen und man musste den späteren Sieger fahren lassen. Man konzentrierte sich nun auf den bald folgenden Schlusssprint um sich wenigstens noch einen Platz auf dem Podium bzw. in den Punkterängen sichern zu können. Andre, der nicht gerade als besonders sprintstark gilt, musste nun hoffen ein geeignetes Hinterrad zu finden, um trotz der leicht eintretenden Oberschenkelkrämpfe einen ordentlichen Sprint mitgehen zu können.
Der Sprint wurde ca. 300 Meter vor dem Ziel eröffnet und Andre fand anstatt eines guten Hinterrads mehr die Lücke, um unbedrängt die benötigten 53-11 über die Zielgerade wuchten zu können, was ihm überraschenderweise gut gelang. Somit wurde er Neunter der Gruppe. Dies bedeutete in der Endabrechung einen tollen 10.Platz bei diesem schweren Rennen.
Björn, der durch seine Erkältung etwas angeschlagen war, kam etwa 2 Minuten später mit dem Hauptfeld ins Ziel. Dominik Nau musste am letzten Berg abreißen lassen und kam in einer Gruppe ein paar Minuten später ins Ziel. Nebenbei sei gesagt, dass Dominik erst sein zweites Lizenzrennen absolvierte und sich beachtlich präsentierte und gute Allround-Qualitäten zeigte. Weiter so!
Nächste Woche geht es für die Kometen nach Krefeld-Fischeln wo sich die Sprinter unter uns wieder freuen dürfen. Dominik und Andre starten beim schweren Rennen in Überherrn (Saarland).

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One Response to Andre Schmitz wird 10. beim Klassiker Rund um Düren

  1. Bjrn sagt:

    Herzlichen Glückwunsch! Das war eine saustarke Leistung!