Lars Czympiel fährt erneut aufs Podium – Dennis Jaekel sprintet auf Platz 10.



Anbei ein Rennbericht von Lars.
Am Sonntag den 05.07.2009 standen in Bocholt für die Komet-Delia Dennis Jaekel und meine Wenigkeit am Start.
Der Kurs in Bocholt war 1,2km lang und ist zu vergleichen mit dem Dreieckskurs in Ahrweiler. Nach der ewig langen Zielgeraden folgte eine scharfe Linkskurve auf die Gegengerade, gefolgt von einer gut zu fahrenden Linkskurve, einer kurzen Geraden und einer weiteren einfachen Linkskurve die dann wieder auf die Zielgerade führte.
Zu fahren waren 55 Runden, sprich 66km bei wolkenlosem Himmel und 30°C. Das Rennen wurde mit ca. 30min Verspätung gestartet und so konnten sich die Fahrer in der Startaufstellung schon einmal an die Hitze gewöhnen.
Direkt nach dem Start wurde ein hohes Tempo gefahren und das Feld zog sich nach der Spitzkehre extrem in die Länge. Ich benötigte zwei Runden um an die Spitze des Feldes zu fahren, Dennis konnte sich von Beginn an vorne behaupten. Die ersten Attacken ließen auch nicht lange auf sich warten und so entwickelte sich ein ständiger Wechsel zwischen Attacken, Löcher stopfen, belauern und weiteren Attacken.



Besonders stark zeigten sich hier wie schon in den letzten Wochen die Fahrer aus Stadtlohn, die mit einer großen Mannschaft vertreten waren und jegliche Fluchtversuche einer Gruppe ohne einen ihrer Fahrer sofort im Keim erstickten. Ich versuchte in jeder aussichtsreichen Gruppe dabei zu sein oder selbst eine zu initiieren. Wenn ich einmal nicht in der Lage war den nächsten Angriff mitzugehen, stand Dennis parat und versuchte die entscheidende Gruppe zu erwischen. Als nur noch 20 Runden zu fahren waren und immer noch keine Gruppe in der Lage war sich gegen das Feld zu behaupten, entschieden Dennis und ich in einem kurzen Gespräch, dass es wohl auf einen Massensprint hinaus laufen würde und wir versuchen sollten vorn zu bleiben und Kräfte zu sparen.
Wie das so ist, kam dann alles ganz anders.
Dennis wurde kurz nach dieser Absprache einige Plätze nach hinten gespült und ich fand mich ganz vorne im Feld wieder, mit Blick auf eine nicht all zu weit vor dem Feld fahrende Ausreißergruppe inklusive eines Stadtlohner Fahrers. Dessen Mannschaft hatte sich auch schon zur Tempokontrolle vor das Feld gespannt.
Obwohl ich schon unter erheblichen Verschleißerscheinungen durch die vielen Attacken und der Hitze litt, beschloss ich noch einmal alles herauszuholen. Attacke!



Ich kam gut vom Feld weg und es gelang mir auch recht schnell die Lücke zur Gruppe zu schließen. Mit mir schafften es noch zwei weitere Fahrer aus dem Feld zu der Gruppe zu springen und so versuchten wir mit 7 Fahrern ein weiteres Mal dem Feld zu entkommen. Die Gruppe lief sehr gut und das mit einem Wahnsinnstempo, die ersten 4 Runden hatte ich durchgehend ca. 48- 49 km/h auf dem Tacho.
Schnell hatten wir ca. 17 sek. Vorsprung auf das Feld, das sich anscheinend, wie Dennis und ich ja eigentlich auch, schon auf einen Massensprint eingestellt hatte und nicht konsequent an der Verfolgung arbeitete. In der Gruppe merkte man allen an, dass sie es auf keinen Fall zulassen wollten das Feld noch einmal heran kommen zu lassen. So wurde bis zur letzten Runde von allen Tempo gemacht, auch wenn der eine oder andere (wie ich auch) ab und zu eine Führung ausließ. Als es in die letzte Runde ging hatten wir gute 30 Sekunden Vorsprung und wir konnten uns auf das Finale konzentrieren.
Erstaunlicher Weise gab es kaum Geplänkel und so bog ich an 6 Position auf die lange Zielgerade ein. Dickster Gang rein und dann nur noch das Tempo so hoch wie möglich halten. Drei Fahrer vor mir gingen im Spurt ein und ich versuchte noch am Zweitplatzierten vorbei zu kommen, vergebens. Aber mit dem 3.Platz wieder aufs Treppchen gefahren.



Dennis hatte sich nach meiner Flucht auf den Massensprint eingestellt und wieder ein gutes Näschen für das richtige Hinterrad bewiesen.
Nach einem „Beinahesturz“ in der letzten Runde schaffte es Dennis tatsächlich noch im Sprint des Hauptfeldes auf den 3. Platz zu preschen und somit Rang 10 in der Endabrechnung zu belegen. Somit erreicht Dennis genau wie ich seine dritte Platzierung in dieser Saison!

Nächste Woche geht es in Düren-Merken weiter, hoffentlich wieder mal in etwas größerer Mannschaftsstärke.

Gruß,
Lars Czympiel

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2 Responses to Bocholt „Rund um den Gaskessel“

  1. Achim Michels sagt:

    Lars und Dennis – herzlichsten Glückwunsch zu Eurem Platzierungsgleichstand. Die B-Klasse winkt (oder droht !?) schon – weiter so (sowohl aus sportlicher als auch Reportersicht) !!! Grüsse Achim

  2. Lars Czympiel sagt:

    Danke Achim! Wir Arbeiten daran! Fest steht, das wir beide in die B-Klasse wollen! Eine bessere Chance als in dieser Saison wird es wird es wohl nicht mehr geben. Jede Unterstützung ist Willkommen 🙂
    Gruß Lars


    You don t know the power of the dark side! 🙂