Nach den von den Organisatoren und von der Strecke sehr gelungenen Radmarathons von RSG Ford Köln und Condor-Flug von TSV Immendorf sollte der Radmarathon vom RV Siegburg die dritte Herausforderung werden.Morgens um 05:00 Uhr aus dem Bett gequält habe ich erst einmal das Niederschlagsradar der Uni Bonn überprüft. Ein paar Regenschauer waren angesagt, und auch das Radarbild zeigte nur wenige Wolkenfelder.

Also wurden die Sachen gepackt, der neue Innenraum-Fahrradträger ausprobiert und der Navigationscomputer auf Siegburg programmiert.

Am Ziel angekommen bin ich (zum Glück) noch einmal zum PKW zurück gefahren, um mir noch weitere warme Sachen anzuziehen. Zur frühen Stunde haben nur wenige Fahrer den Weg zur RTF gefunden. Im Schulgebäude wurden wir mit heissem Kaffee, Brötchen und Kuchen begrüsst.
Bei der Anmeldung gab es neben der Teilnehmerkarte noch einen Fitnessriegel als Stärkung. Um 06:45 Uhr ging es dann für mich auf die Strecke – noch trocken … .

Nach ca. 20km fing es dann an zu tröpfeln. Bei km 25 habe ich es doch für einen gute Idee empfunden, die Regenjacke überzuziehen. Die Regenjacke sollte fortan eines der wichtigsten Bekleidungsstücke werden.

An der ersten Kontrolle angekommen, war ich überrascht von dem reichlichen Angebot. Neben Bananen und Waffeln gab es noch Brote mit verschiedenen Belägen, Wassermelone, u.v.m.. An einem Baum war eine grosse Karte mit der Strecke aufgehangen worden, um die Orientierung zu erleichtern, wo es denn jetzt weitergeht.

Beeindruckt von der guten Organisation und noch mehr beeindruckt von dem anhaltenden Regen ging es weiter. Wer lässt sich denn von ein bisschen Wasser unterkriegen?
Das habe ich auch dem armen Dietmar erzählt, der bei der Streckenteilung auf die 75km Strecke ausweichen wollte und dann doch mit mir weitergefahren ist – ein Fehler! 😉

Es dauerte nicht bis zur nächsten Kontrolle, bis wir nicht nur ein wenig, sondern so richtig nass gewesen sind. Mit Brille konnte schon lange nicht mehr gefahren werden (was für mich als Brillenträger und Blindschleiche die Fahrt spannend gestaltet hat! ;-). Insbesondere bei den Abfahrten war vor lauter Regen, Spritzwasser und halb geschlossenen Augen kaum was zu erkennen.

Bei der nächsten Streckenteilung sind wir zu Zweit dann doch auf die 115km Strecke abgebogen. 200km waren einfach bei diesem Sauwetter zu viel.

Auch bei den folgenden Kontrollen war das Angebot an Speisen und Getränken reichhaltig. Die Streckenposten nahmen das Wetter mit Galgenhumor. Irgendwann trifft das schlechte Wetter jeden. Für diesen Marathon wünsche ich mir aber im nächsten Jahr doch ein wenig mehr Sonnenschein und weniger Regen. Die Strecke ist einfach toll (was ich ohne Brille erkennen konnte) und die Organisation ist super!

Nach ein wenig mehr als 4 Stunden war der Startort wieder erreicht. Für die Marathonis (auch für die, die nicht die 200km gefahren sind) gab es noch eine neue Trinkflasche (und für mich zu Hause eine warmes Bad! :-).

Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Vorher wird aber der Wettergott mit reichlichen Opfergaben bestochen, um einen neuen Versuch für die 200km zu unternehmen. 🙂

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