Christof punktet bei den Jedermannrennen in Göttingen und Henninger Turm in Frankfurt.

Am letzten Wochenende ging es in Göttingen wieder um Punkte für die T-Mobile Cycling Tour. Da ich auch in der Gegend war, schaute ich mir das Rennen natürlich an.

Bericht von W.Schaaf.Beim Start um 10:45 war es noch recht kühl, durch den, teils kräftigen Wind setzte sich das warme Wetter erst langsam durch. Für so ein Rennen war das Wetter allerdings perfekt, warm wurde den insgesamt rund 1.800 Fahrer/innen von alleine.
Christof entschied sich für die Distanz von 50 km und gehörte zu einer Spitzengruppe, die sich schon früh absetzte und sich durch das Feld der 80 km Strecke arbeiten musste, die unmittelbar vorher startete. Zu viert kam seine Gruppe nach einer Stunde und sechszehn Minuten auf die Zielgrade und sprintete um den Sieg. Christof wurde dritter und erster in seiner Alterklasse…………so dachte er zumindest bis etwa 200 m hinter dem Ziel.

Über 10 Minuten vor dieser Gruppe fuhr jedoch ein einzelner Fahrer aus Göttingen, jubelnd über den Zielstrich. Es war schon seltsam, ein Jedermannrennen, der Sieger braucht nur gut eine Stunde für 50 km und hängt alle anderen um über 10 Minuten ab. Natürlich konnte da etwas nicht stimmen, der Sieger fuhr durch das Ziel immer weiter und war auch für eine ganze Zeit verschwunden. Ich glaubte fest an einen Irrtum und wartete auf eine Erklärung.

Der Sieger hat eine Lücke im Reglement für sich genutzt, er hat nicht betrogen doch fair war die Sache auch nicht.
Am Samstag gab es ein Zeitfahren als Prolog, der allerdings nicht zum Rennen zählte.
Der Sieger des Zeitfahrens durfte den Startblock für Sonntag frei wählen.
Er entschied sich für einen vorderen Block der 80km Streck, in dem seine restlichen Teamkameraden, ein mit Lizenzfahrern zusammengestelltes Firmenteam fuhren. Nach dem Start blieb er im Windschatten seines Teams das im übrigen die Mannschaftswertung gewann.
Bis zur Streckenteilung konnte er sich schonen und fuhr dann mit großem Vorsprung alleine bergab ins Ziel nach Göttingen. Da er mit der 80er Gruppe über acht Minuten früher auf die Strecke ging und fast zwei Minuten noch an Zeitvorsprung verteidigen konnte, war er zehn Minuten vor der nächsten Gruppe im Ziel.

Besonders übel war es für Christof dass der Sieger auch noch in seiner Alterklasse fuhr, er also in dieser Wertung Platz 2 belegte und auch noch der zweitschnellste des gesamten Rennens war. Bei der Siegerehrung gab es Buhrufe und Pfiffe für den Sieger und es wurden zwei dritte Plätze geehrt. Die Punkte für die Gesamtwertung bekommt Christof jedoch nur für Platz vier.

Am 1. Mai folgte dann Frankfurt, dieses Rennen schilderte mir Christof nach seiner Rückkehr.

Vier Strecken für die Hobby-Rennfahrer, dazu Inliner und alles traf sich im Finale.
Eine Spitzengruppe von rund 40 Fahrern sprintete hier um den Sieg. Eine gute Ausgangsposition, doch im Finale wurde er von Inlinern etwas behindert, die eine andere Ideallinie fuhren als die Radler. Christof belegte einen ausgezeichneten 5. Platz von 1.000 Startern und wurde dritter seiner Alterklasse.
Herzlichen Glückwunsch von mir zu diesen tollen Platzierungen!

Christof Schuck

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One Response to Jedermannrennen in Göttingen und Frankfurt

  1. Christian sagt:

    An der Geschichte sieht man mal wieder, wie lächerlich dieses Nettozeitnahme und manche Reglements sind. Ein Radrennen gewinnt der Erste auf der Linie. Und alle starten zusammen. Zumindest der erste Block sollte Blockstartzeit bekommen und keine Nettozeit.

    Echt ärgerlich.

    Auf jeden Fall dicken Glückwunsch für die Leistung.

    Ich hoffe, dass Du jetzt ein paar Amateurrennen mitfährst.