31. Erftpokal von Quadrath

Der alljährlich stattfindende Erftpokal von Quadrath ist für viele Rennfahrer der Region das Heimrennen. Der schöne und gut zu fahrende Rundkurs mit einer langen, leicht ansteigenden Zielgeraden, einem kurzen Stich und einer folgenden Abfahrt hat mit der einsetzenden Dämmerung und der recht "speziellen" Zuschauerschaft ein ganz besonderes Flair und so war abzusehen, dass die Rennfahrer von Anfang an ordentlich auf die Tube drücken würden. Im Hauptrennen des Tages, der C-Klasse, waren am Start der Tom und ein paar Kometen, nämlich Tobi, Christian und auch ich.Auf die Plätze, fertig, los und ab dafür. Vorne geht eine Attacke nach der anderen, erst ein paar Fahrer, denen anzusehen war, dass sie nicht durchkommen, dann ein paar, die Druck haben und deshalb fuhr ich gleich mal mit. Das gleiche Spielchen wiederholt sich immer wieder, aber auch wenn der Wille da war reicht es nicht zu einem ernstzunehmenden Vorsprung. Dabei fiel zumindest auch eine Prämie ab, und nach der Schmach von Rheinbach wollte ich auf keinen Fall die Gruppe verpassen, die durchkommt, insofern alles ok.

Währenddessen knallt es im Feld, Fahrer gehen zu Boden, Christian kann den Sturz gerade noch vermeiden, bleibt aber bei der Aktion hängen und darf erst mal wieder den Anschluss herstellen. Als ob das nicht genug gewesen wäre, scheppert es an derselben Stelle in der Abfahrt erneut und diesmal liegen richtig viele. Christian überfährt bei über 50 einen Menschen, knallt in zwei weitere Fahrer, die am Boden liegen und steigt selber ab. Schwarzenegger würde wohl sagen, "das ist ja nur eine Fleischwunde…", gut sieht das aber nicht aus. Noch weniger gut sieht es für die anderen aus, deren Blut nach dem Texas-Chainsaw-Massaker an Christians Tretlager und Rahmen klebt. Gar nicht schön, das Ganze.

Vorne kriegt man davon nicht so viel mit und die ersten 35 von 45 Runden ging die Knatterei auch recht locker von der Hand. Dann aber hatte der Spaß ein Ende und es tat ganz schön weh. Die Attacken werden wütender und ich probier es auch noch mal, was aber nicht klappt und so halte ich ab der Fünftletzten die Beine lieber still und warte auf das Finale.

Das kommt dann ganz plötzlich, der Rundenzähler verschluckt sich, denn da steht zwei mal die 4. Und dann hör ich irgendwie am Rande, ganz hinten auf der Zielgeraden etwas von der "letzten Runde" und verzerrtes Gebrabbel von der nicht geläuteten Glocke. Was soll das denn??? Ich frage rum, die Fahrer sind jedoch schon viel zu grau, um mich zu verstehen, geschweige denn, mir zu antworten. Irgendwann nickt wenigstens einer und mich beschleicht ein wenig Panik, denn ich bin mindestens zehn Plätze zu weit hinten. Also flux den Nachbrenner gezündet, am Ende von dem Hügel angelatscht und bis in die Abfahrt dort positioniert, wo ich schon vorher hätte sein sollen. Den Elfer rein, draufgetreten was geht und mit ordentlich Schwung auf die Zielgerade. Und so rolle ich an ein paar Fahrern vorbei und noch als Sechster über die Linie, hat ja noch gepasst. Mit dieser fünften Platzierung verabschiede ich mich zunächst aus der C-Klasse und nehme demütig das Urteil mit der Höchststrafe "B-Klasse" entgegen. Tom Radermacher hat erneut Pech und wird undankbarer Elfter, das ist verdammt bitter. Tobi rollt gesund und munter hinter der Spitze rein.

Besonderer Dank gilt erneut den Kometen an der Rennstrecke, Julia und Lars, die nicht nur anfeuerten, sondern auch wieder die Kamera laufen ließen. Die besten Genesungswünsche gehen an Christian, der stark ansteigende Form aufweist!


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Kommentare

6 Antworten zu „31. Erftpokal von Quadrath“

  1. Marc

    Danke Euch allen! 🙂

    1. Daniel

      So, jetzt kanns ja richtig losgehen, denn zu zweit sollte sich hier und da was in der A/B machen lassen. Toll, dass Du es noch dieses Jahr geschafft hast, nach dem Frühjahr sah das ja noch anders aus. Jetzt kannst Du in der zweiten Hälfte ja noch ganz befreit alles weitere versuchen……..!

  2. Anonymous

    Gute Besserung,Christian.
    Herzlichen Glückwunsch zur Platzierungs-Serie und dem darausfolgenden Aufstieg,Marc!
    Freue mich schon auf unsere kleine Friedensfahrt in Mc Pom.
    Schöne Grüsse aus Mainz von
    Nico (Gordi`s Bruder)

  3. Christian

    Auch von mir noch mal Glückwunsch. Und jetzt direkt Durchmarsch, da wo Du hingehörst.

    Mir gehts übrigens schon deutlich besser. Beim Röntgen kein Befund. DerArzt in der Uni Klinik hatte da was ertastet… :0

    Was bleibt ist das Loch im Ellbogen und ein paar Prellungen, also nicht so dramatisch.

    Am Wochenende bin ich wieder dabei.

  4. wurde ja auch Zeit, dass du B Fahrer wirst 😉

    Trau dir in Zukunft ruhig noch mehr zu, denn das Zeug dazu hast du. Attacke solange du noch atmen kannst und der Treppchenplatz ist dein 🙂

  5. Anonymous

    Glückwunsch nochmal, wer vorne fährt wird belohnt 😀